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10.09.2026 – Vernissage zur Ausstellung „Krieg im Dorf. Kindheit im Dorf“
Ein Dorf liest sein eigenes Tagebuch
Sonderausstellung „Krieg im Dorf. Kindheit im Dorf.“
Vom 11. September bis zum 31. Oktober 2026 zeigt das Heimatmuseum Heiligenhafen die Schulchronik der ehemaligen Dorfschule Dazendorf erstmals in einer Sonderausstellung.
Mehr als sechs Jahrzehnte Dorfleben sind auf einigen hundert handgeschriebenen Seiten festgehalten. Die Chronik wurde von 1900 bis in die 1960er Jahre geführt und lag lange unbeachtet auf einem Dachboden. Da sie größtenteils in Sütterlin verfasst ist, war ihr Inhalt für die meisten Menschen kaum noch zugänglich. Kai Teckentrup hat die Aufzeichnungen nun vollständig in die heute gebräuchliche lateinische Schrift übertragen.
Fünf Lehrer führten die Chronik nacheinander: Waldemar Wisser, Christoph Siegfried Petersen, Hans Hinrichsen, Otto Müller und Friedrichsen. Neben Schülerzahlen, Prüfungen und Reparaturen am Schulgebäude hielten sie auch das alltägliche Leben in Dazendorf, Kembs und Sulsdorf fest. Sie berichteten von Ernten und Wetterereignissen, beschwerlichen Schulwegen im Schneetreiben, vom Kindervogelschießen und von Weihnachtsfeiern in der überfüllten Schulstube.
Auch die Auswirkungen der beiden Weltkriege auf die drei Dörfer finden sich in den Aufzeichnungen wieder: Kriegsgefangene auf den Höfen, Brandbomben auf den Feldern, Gefallenenmeldungen und Flüchtlinge, die im Schulhaus untergebracht wurden. Besonders eindrücklich sind zwei Briefe aus dem Sommer 1941. Lehrer Hans Hinrichsen erhielt sie nach dem Tod seines Sohnes Hellmut, der an der Ostfront gefallen war, und übertrug die Kondolenzschreiben dessen Vorgesetzter Wort für Wort in die Schulchronik.
Die Ausstellung wurde von Kai Teckentrup und Anja Pohle konzipiert. Welche Themen im Mittelpunkt stehen sollten, entschieden die Dazendorferinnen und Dazendorfer selbst: „Kindheit im Dorf“ und „Krieg im Dorf“. Viele der in der Chronik genannten Familiennamen sind noch heute in Dazendorf, Kembs und Sulsdorf zu finden. Besucherinnen und Besucher können daher möglicherweise ihre eigenen Eltern, Großeltern oder andere Angehörige in den Aufzeichnungen entdecken.
Die Ausstellung richtet sich an Einheimische ebenso wie an Gäste der Region. Für Schulklassen wird ein begleitendes Unterrichtsangebot angeboten.
Eröffnung:
Donnerstag, 10. September 2026, um 18.00 UhrAusstellungsdauer:
11. September bis 31. Oktober 2026
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26.04.2026 – 16.08.2026: Sonderausstellung „Phantastischer Realismus“
Im Heimatmuseum Heiligenhafen erwartet Besucherinnen und Besucher vom 26. April bis zum 16. August 2026 eine besondere Sonderausstellung: „Phantastischer Realismus – Zeichnungen, Bilder und Plastiken von Horst-Georg Hoffmann“.
Gezeigt wird eine vielfältige Auswahl an Werken des Heiligenhafener Künstlers – von Gemälden über Bronzeskulpturen bis hin zu Töpferkunst. Die Ausstellung lädt dazu ein, in unterschiedliche Stilrichtungen und Themenwelten einzutauchen. Mal wirken die Arbeiten anregend und erzählerisch, mal sprechen sie ganz unmittelbar durch Farben, Formen und ihre besondere Ausstrahlung.
Die verschiedenen Maltechniken und die kreative Bildsprache von Horst-Georg Hoffmann geben spannende Einblicke in seine Gedankenwelt und machen den Rundgang zu einem abwechslungsreichen Kunsterlebnis.
Ein besonderer Termin ist der 13. Mai 2026: Ab 15 Uhr ist der Künstler persönlich vor Ort und freut sich darauf, mit Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen und Hintergründe zu seinen Arbeiten zu teilen.
Die Ausstellung wird am 26. April 2026 um 11 Uhr eröffnet. Ein Besuch lohnt sich für alle, die neugierig auf regionale Kunst sind und sich inspirieren lassen möchten.
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05.09.2025 – 31.10.2025: Sonderausstellung „Bikiniland – Badegesellschaften zwischen Fun und Fortschritt“
heimatmuseum x hfngalerie.art
Vom 5. September bis zum 31. Oktober präsentiert das Heimatmuseum in Kooperation mit dem Projekt hfngalerie.art die Sonderausstellung „BIKINILAND – Badegesellschaften zwischen Fun und Fortschritt“. Die Schau lädt ein, das Phänomen der Badegesellschaft jenseits nostalgischer Bilder und touristischer Klischees neu zu betrachten. Badegesellschaften prägen Europa seit Jahrhunderten: von den römischen Thermen über mittelalterliche Badehäuser bis hin zu den mondänen Seebädern des 19. Jahrhunderts und dem heutigen Massentourismus. Doch die Ausstellung geht einen Schritt weiter: Sie versteht die Badegesellschaft als soziales und gesellschaftspolitisches Phänomen. Kuratiert von Dr. Stephanie Frank thematisieren die ortsspezifischen Installationen von SAK die Badegesellschaft nicht nur als Ort der Erholung, sondern auch als Bühne sozialer Distinktion. Die Badegesellschaft als Motor modischer Trends, als Schauplatz von Körper- und Machtpolitik – und zugleich als Teil einer Umwelt, die zunehmend unter Druck gerät. Mit diesen aktuellen Perspektiven und künstlerischen Interventionen will die Ausstellung zum Nachdenken anregen und Debatten eröffnen. Als besonderes Angebot gibt es zu jedem Exponat eine essayistische Hör-Notiz, die über die Hörstation im Museum oder via Smartphone unter www.hfngalerie.art/bikiniland abgerufen werden kann.
Wir laden Sie und Ihre Begleitung herzlich zur Vernissage am 05.09.2025 um 19 Uhr ein. Eintritt frei!
